|
|
Navigationspfad
Deutschland: Land und Leute
Land & Leute
Deutschland, 357 092 Quadratkilometer groß, hat gemeinsame Grenzen mit Dänemark im Norden, Polen und Tschechien im Osten, Österreich und der Schweiz im Süden, Frankreich und Luxemburg im Südwesten sowie Belgien und den Niederlanden im Nordwesten. Wegen dieser Lage hat Deutschland nach der Wiedervereinigung an Bedeutung als Drehscheibe des Verkehrs zwischen Skandinavien und dem Mittelmeerraum sowie zwischen West- und Osteuropa gewonnen.
Von Süden nach Norden kann man drei Landschaftsräume unterscheiden - die Alpen mit dem Alpenvorland, die waldreiche Mittelgebirgszone und die Norddeutsche Tiefebene. Der Rhein ist der bekannteste deutsche Fluss. Eine Touristen-Attraktion am Rhein ist der Loreley-Felsen bei St. Goarshausen. Der Dichter Heinrich Heine hat dazu im 19. Jahrhundert ein Gedicht geschrieben: Vom Gesang der Jungfrau Loreley betört, versinken Schiff und Schiffer im Strom. Eine andere, eher nüchterne Seite Deutschlands verkörpert Frankfurt alias Mainhattan - die Skyline erinnert an Manhattan, New York. Im vereinigten Europa liegt die Hauptstadt Berlin in der Mitte, nicht mehr am Rand. Sie ist Ort der Begegnung zwischen Ost und West.
In der Bundesrepublik Deutschland leben rund 82,3 Millionen Menschen, das entspricht einer Bevölkerungsdichte von 231 Personen je Quadratkilometer. Der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung beträgt 8,8 Prozent. Hauptherkunftsländer der in Deutschland lebenden Ausländer sind die Türkei (rund 1,713 Millionen), dem ehemaligen Jugoslawien (714.075), Italien (528.318), Polen (384.804) und Griechenland (294.891). Zu den nationalen Minderheiten zählen die slawischen Sorben (Spreewald), die Dänen in Südschleswig, die Friesen sowie die Sinti und Roma.
Von 2005 auf 2006 ist das Bevölkerungswachstum zurückgegangen (-0,2 Prozent). Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt für Männer 76 Jahre, für Frauen 82 Jahre. Deutschland hatte gemäß dem Statistischen Bundesamt Ende 2007 eine erwerbstätige Bevölkerung von etwa 40,2 Millionen. Das entspricht einer Quote von durchschnittlich 67,5 Prozent der erwerbsfähigen Personen zwischen 15 und 64 Jahren..
nach oben Druckversion
Blick in die Wirtschaft
Deutschlands Wirtschaft belegt weltweit hinter den USA und Japan den dritten Rang und ist damit mit Abstand die stärkste Wirtschaft der EU. Weit über 90 Prozent aller deutschen Unternehmen sind mittelständisch, verantwortlich für zwei Drittel aller Arbeitsplätze und 50 Prozent der Wirtschaftsleistung. Deutschland ist hinter den USA die größte Außenhandelsnation. Die Exporte gehen überwiegend in europäische Länder. Nach Jahren mit minimalem Wirtschaftswachstum wächst die deutsche Wirtschaft seit 2006 wieder (+2,9 Prozent). Für das Jahr 2008 wird ein Wachstum von +2,0 Prozent erwartet.
Wie in anderen Ländern hat sich auch in Deutschland in den vergangenen Jahren die Bedeutung der Wirtschaftssektoren verschoben. Das Gewicht des Dienstleistungssektors erhöhte sich erheblich und hat mittlerweile nahezu die Rolle der Industrie erreicht. Eine internationale Spitzenposition nimmt die deutsche Informations- und Biotechnologie ein, ferner die Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien und die Umweltschutztechnik. Eine deutsche Besonderheit ist das Handwerk, das auch in Zukunft traditionelles Herzstück des Wirtschaftslebens in Deutschland bleiben wird. Die Investitionsgüterbranche spielt eine zentrale Rolle in der industriellen Landschaft Deutschlands. Hier fügen sich der Maschinenbau, die Informationstechnik, die Elektrotechnik, die Werkstofftechnik und die Photonik zusammen und finden aus dem Laborstadium den Weg in die Anwendung.
Die wichtigsten Branchen der deutschen Industrie sind die Automobilindustrie, der Maschinen- und Anlagenbau, die Chemische Industrie, die Luft- und Raumfahrt, die Bio- und Umwelttechnologie sowie die Elektrotechnik. Von erheblicher Bedeutung sind weiterhin die Ernährungsindustrie, die Textil- und Bekleidungsindustrie, die Metallerzeugende und Metallbearbeitende Industrie, der Bergbau, die feinmechanische und die optische Industrie. Bei den Dienstleistungen dominieren der Handel, die Touristik, die Informations- und Kommunikationswirtschaft sowie die Finanzwirtschaft und die Logistik.
nach oben Druckversion
|
|
|